Das Qualitätsgütesiegel "Ausgezeichnete Österreichische Sommerbahn" garantiert ein qualitativ hochwertiges Angebot am Berg.

Für die Zertifizierung muss jeder Betrieb einen umfassenden Kriterienkatalog erfüllen und sich einem speziellen Erlebnisrepertoire zuordnen.

Erlebnisvielfalt lautet das Motto der Ausgezeichneten Österreichischen Sommerbahnen.


Qualitätsprodukte aus dem Fachhandel sind zwar etwas teurer, doch es lohnt sich, in Funktionalität, Gewicht und Passform zu investieren. Wandern macht dann noch mehr Spaß.

Kleiden Sie sich nach dem „Schichtprinzip“. Sie können sich flexibel allen Temperatur- und Witterungsbedingungen anpassen, indem Sie mehrere dünne Kleidungsstücke übereinander tragen. Eng anliegend, aus Wolle oder modernen Fasern trägt man die erste Schicht. Diese soll den Schweiß schnell ableiten, den Körper trocken halten. Die zweite Schicht aus Wolle oder Fleece transportiert die Feuchtigkeit nach außen und sorgt gleichzeitig für eine angenehme Temperatur. Aufgabe der äußersten Schicht ist es, den Körper vor Wind und Wetter zu schützen. Damit Sie nicht an Sesselliften oder Sträuchern hängen bleiben, sollen die Jacken keine langen Kordeln oder Schnüre haben. Wegen der hohen Sonneneinstrahlung darf auch ein Sonnenhut nie fehlen.

Die richtigen Schuhe tragen wesentlich zur Sicherheit bei. Bei guter Passform kommt es zu keiner schmerzhaften Blasenbildung und die Stabilität, auch im schwierigen Gelände, ist gegeben. Bergschuhe und Strümpfe bilden „eine Einheit“. Achten Sie auch beim Strumpf auf die richtige Wahl. Nehmen Sie sich Zeit für den Schuhkauf und lassen Sie sich beraten. Kleiner Hinweis zu Ihrer Sicherheit: Pumps, Sandalen oder Flip Flops sind für den Spaziergang in der Stadt!

Die Auswahl an Rucksäcken ist nahezu unbegrenzt. Beim Kauf sollten Sie vor allem auf den Tragekomfort, die Bewegungsfreiheit, das Gewicht und die Belüftung achten. Da jeder Rücken individuell ist, empfiehlt es sich, die Modelle im Fachhandel auszuprobieren. Für eine Tagestour reicht ein einfaches leichtes Modell mit einem Volumen von 20-30 Litern. Vermeiden Sie zu lange, runterhängende
Trageriemen – es besteht die Gefahr, dass Sie an Sesselliften oder Sträuchern hängen bleiben.

Eine kleine Notfallausrüstung soll auf jeden Fall mitgeführt werden. Dazu gehören ein Erste Hilfe-Paket für die Versorgung von kleineren und größeren Wunden, ein Taschenmesser, eine Taschenlampe (manchmal wird es schneller dunkel als man denkt) und ganz wichtig: ein Handy.

Nützliche Kleinigkeiten wie Sonnenbrille, Sonnencreme, Lippenschutz, persönliche Medikamente, etwas Geld, Regenschutz und der Ausweis (für Ermäßigungen bei den Sommerbergbahnen) sollen mitgeführt werden. Aber: Behalten Sie das Gewicht im Auge –
alles muss getragen werden!
Die Vorteile bei richtig eingesetzten Stöcken: sie entlasten die Beinmuskulatur und die Gelenke, Unterstützen das Gleichgewicht (Schutz vor Ausgleiten und Abrutschen) und trainieren Arme und Oberkörper. Empfehlenswert sind Stöcke bei Knie- oder Hüftproblemen, bei schweren Rucksäcken oder bei starkem Übergewicht.

Es gibt aber auch nachteilige Effekte. Bei einem unsauberen Einsatz leidet die Gehtechnik, das Gefühl für das Gleichgewicht nimmt ab oder man stolpert über die eigenen Stöcke. Nicht richtig fixierte Teleskopstöcke können bei Belastung nachgeben – schwere Stürze sind die Folge.
Was wäre eine Bergtour ohne Jause! Ein Vollkornbrot mit magerem Käse oder Schinken, eine Salatgurke, eine Tomate schmecken köstlich und sind perfekt geeignet, den erschöpften Körper wieder „auf Vordermann“ zu bringen. Ein Stück Schokolade oder ein Keks dürfen natürlich nicht fehlen.

Für Zwischendurch eignet sich Obst (Äpfel, Bananen) oder ein Müsliriegel.

Verzichten Sie auf fettreiche Nahrung (Speck, Wurst). Sie schmeckt zwar gut, liegt aber zu lange im Magen – und das bringt Leistungsabfall, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen mit sich. Die selbe Wirkung hat übrigens auch das „Gipfelschnäpsle“. Gönnen Sie sich dieses lieber nach gelungenem Abstieg.

Große Anstrengung, hohe Temperaturen - der Flüssigkeitsverlust kann über einen Liter pro Stunde betragen. Sie sollten deshalb diesen Verlust ersetzen (mind. 1/2 Liter pro Stunde). Isotonische Getränke oder mit Leitungswasser verdünnte Fruchtsäfte sind ideal. Achten Sie darauf, dass sich in die Getränkebehälter keine Fluginsekten verirren. Ein Wespenstich im Hals kann lebensbedrohlich sein!
Bergauf soll immer die ganze Sohle aufgesetzt werden. Eine große Auflagefläche bedeutet mehr Halt und bessere Haftung am Untergrund. Je steiler das Gelände, desto kleiner die Schritte. Große Schritte kosten sehr viel Kraft und man kommt leicht aus dem Gleichgewicht.

Beim Bergabgehen ist die Belastung für die Gelenke sehr hoch. Nicht zu große Schritte halten die Beanspruchung gering. Halten Sie den Blick stets auf den Boden gerichtet – das verringert die Gefahr des Stolperns. Bei langen Bergabstrecken ist es günstig, alle 15-20 Min. eine kurze Pause einzulegen.
  Vorarlbergs Wanderwege sind sehr gut beschildert und markiert. Die Einteilung der Strecken erfolgt nach den Anforderungen an den Wanderer bzw. der Schwierigkeit der Gehstrecke.



Ihre Traumtour soll nicht zur Tortour werden. Stellen Sie sich deshalb vorweg die Frage: Ist dieses Ziel für mich erreichbar. Zu hohe Anforderungen an den eigenen Körper sind der häufigste Grund für Bergunfälle (Ausrutschen, Abstürze, Stolpern, Herzkreislaufbeschwerden). Beachten Sie auch, dass die Route dem Können des schwächsten Gruppenmitglieds angepasst werden soll. Und: Umkehren ist keine Schande!

Planen Sie Ihre Route. Wanderkarten, topographische Karten, auch Informationen von Berg- und Wanderführern, Hüttenwirten oder Einheimischen helfen Ihnen bei der richtigen Auswahl. Verlassen Sie nicht die markierten Wanderwege.

Früh weggehen, früh zurückkehren und auch umkehren können macht Sie sicherer. Die Dunkelheit sollte Sie unterwegs nicht überraschen.
Für Kinder bedeutet Wandern in erster Linie Abenteuer. Es gibt viel zu erleben. Einen Bach überqueren, kleine Hindernisse überklettern, Markierungen finden ..., langweilig wird es nie. Auch der sorgsame Umgang mit der Natur wird spielend erlernt. Überfordern Sie Ihre Kinder nicht, brechen Sie gegebenenfalls die Tour ab und gönnen Sie sich stattdessen noch ein paar schöne Stunden in der Natur. Und eines dürfen Sie nicht vergessen: Freude, Spaß, Lob und Anerkennung vermitteln angenehme Gefühle.
Damit Ihre Wanderung nicht ins Wasser fällt, holen Sie vorher die aktuelle Wetterprognose ein. Schlechte Sicht, Niederschlag oder Wind erhöhen das Unfallrisiko. Lassen Sie sich nicht von Temperaturstürzen oder Wärmegewittern überraschen – beachten Sie während der Tour die Wetterentwicklung aufmerksam.
Besonders zu Beginn der Wandersaison sind in höheren Regionen noch Schneefelder anzutreffen. Schneefelder sehen harmlos aus, sind jedoch meist sehr steil und hart. Rutscht man aus, gibt es praktisch keine Möglichkeit mehr anzuhalten und es folgt ein ungebremster Fall der zu schwerwiegenden Verletzungen führen kann.

Dass man sich vor einer Winterwanderung über die Lawinengefahr informiert versteht sich von selbst! Aber speziell im Frühjahr, wenn es in den Tälern schon grünt und die Lawinengefahr nicht mehr offensichtlich ist besteht die Gefahr, dass aus höheren Regionen noch nasse Lawinen bis in die Täler vorstoßen.

Wildbäche dürfen in ihrer Gefährlichkeit nicht unterschätzt werden. Nach Gewittern können dünne Rinnsale in kurzer Zeit zu reißenden, unüberquerbaren Wildbächen werden. Bäche, die durch Schmelzwasser gespeist werden, können in der Früh noch leicht überquert werden, führen dann aber nachmittags viel mehr Wasser – eine Querung kann somit zum Problem werden. Achten Sie auf instabile Schneebrücken, in den Morgenstunden auf vereiste Steine oder nasses, rutschiges Gras.

Um Unfällen durch Steinschlag entgegen zu wirken, gibt es besonders bei der Wegwahl im Hochgebirge einiges zu beachten. Meiden Sie Bereiche mit lockeren Steinen und Geröll – machen Sie gegebenenfalls einen kleinen Umweg. Im Frühjahr liegen sehr viele lockere Steine im Gelände und auf Schneefeldern, die schon bei kleinsten Ursachen gelöst werden können. Bei und nach Gewittern ist vermehrt mit Steinschlag zu rechnen. Wege nahe an Felswänden oder in Steinschlagrinnen sind unbedingt zu meiden.

Informieren Sie sich vor jeder Tour über die aktuelle Situation!
Bewahren Sie Ruhe, wenn ein Unfall passiert. Versuchen Sie durch Rufen oder Winken Hilfe herbei zu holen. Ein Verletzter sollte möglichst an sichtbarer Stelle am Unfallort bleiben.

Ein Handy ist keine „Lebensversicherung“, bietet aber im Notfall gute Dienste. Grundsätzlich gilt es, das Handy in aufgeladenem Zustand eingeschaltet bei sich zu tragen (bei sehr kaltem Wetter möglichst nahe am Körper). Wichtig ist es, jede Anrufumleitung, wie etwa die Mailbox, auszuschalten, damit Sie gegebenenfalls für den Rettungsdienst erreichbar sind.
Notfallsituationen erfordern rasche, qualifizierte Hilfe. Beginnen Sie immer mit den wichtigsten Informationen: - Was ist geschehen? (Art der Verletzung) - Wo liegt der Notfallort? (genaue Ortsangabe, Ortsbezeichnung) - Wie sind die Wetter- und Sichtbedingungen? (Hubschraubereinsatz)

Beenden Sie nie selber das Gespräch, sondern folgen Sie den Fragen der Leitstelle und bleiben Sie erreichbar. Bei fehlender Netzabdeckung ändern Sie den Standort (Kuppe, Grat..) und versuchen Sie nochmals, eine Verbindung herzustellen.

144 Rettung
Die Nummer für alpine Notfälle in Vorarlberg

140 Alpinnotruf
Die Nummer für alpine Notfälle im übrigen Österreich

112 Euro-Notrufnummer
Dieser Notruf geht an die Polizei. Benutzen Sie diese Nummer nur, wenn das Handy keinen Empfang hat. Einfach Handy ausschalten, dann wieder einschalten und statt des Pin-Codes „112“ eingeben.
Hunde freuen sich über ausgedehnte, lange Wanderungen. Bitte beaufsichtigen Sie Ihren Vierbeiner so, dass es zu keinen Zwischenfällen mit Weide- oder Wildtieren kommt.

Weidetiere sind zufrieden, wenn sie nicht gestört, aufgescheucht oder gefüttert werden. Weidegatter sind verlässlich wieder zu schließen.

Freuen Sie sich, wenn Sie Wildtiere in der freien Natur sehen und halten Sie den nötigen respektvollen Abstand. Treiben Sie die scheuen Tiere nie in die Enge, lassen Sie einen Fluchtweg offen. Zutrauliche Wildtiere sind in der Regel krank oder können beim näher kommen extrem aggressiv werden.

Beachten Sie die Regeln über Pflanzen und Tiere in Naturschutzgebieten.

Halten Sie die Bergwelt sauber! Nehmen Sie Ihre Abfälle wieder mit ins Tal.